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Bahnhof Riazzino TI
Der neue Bahnhof Riazzino ist ein wichtiger Verkehrsknoten des TILO (Regionalverkehr Tessin-Lombardei). Dieser im Dezember 2008 in Betrieb genommene Bahnhof befindet sich im Grossraum Locarno in der Magadinoebene. Die neue Haltestelle ersetzt die alte, die etwa einen Kilometer weiter östlich lag und schlechter auf die Siedlungsgebiete ausgerichtet war.Die anstehende Renovation hätte erhebliche Kosten verursacht und trotzdem wenig zur Stärkung des Umweltverbunds beigetragen. Der neue Bahnhof und die Zugänge sind nach dem Standard der SBB erstellt worden. Somit verbreiten sie zusammen mit den im Einsatz stehenden FLIRT-Zugkompositionen ein modernes Erscheinungsbild und versinnbildlichen die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, auch für den passierenden MIV. Der Bahnhof befindet sich unmittelbar neben der Unterführung der Kantonsstrasse Riazzino – Flughafen Locarno-Quartino. Sie wurde gleichzeitig mit dem Neubau des Bahnhofs saniert und mit einem separaten Fuss- und Radweg ausgestattet. Der Fussweg soll in Zukunft auch zum zweiten Perron führen, das mit dem Bau des Ceneri-Basistunnels vorgesehen ist. Auf der nördlichen Seite der Gleise verläuft parallel die Kantonsstrasse Bellinzona – Locarno. Die neue Haltestelle befindet sich mitten in einer Industrie- und Gewerbezone von kantonaler Bedeutung, in der zusätzlich mittelgrosse Läden und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt sind. Sie liegt zudem an einer Schnittstelle des übergeordneten Strassen- und Radwegnetzes.
Der Bahnhof wird von der S20 Locarno – Bellinzona – Castione normalerweise im 30-, während der Stosszeiten gar im 15-Minutentakt bedient. Er ist mit rund 40 P+R- sowie etwa 18 B+R-Plätzen ausgestattet. Das Gelände des P+R-Platzes kann für spätere Ausbauten, insbesondere für den vorgesehenen Halbstundentakt des TILO Locarno – Lugano durch den Ceneri-Basistunnel, genutzt werden. Der ÖV-Knoten wird zudem von der regionalen Buslinie Locarno – Cugnasco – Gudo – Bellinzona bedient.
Der neue Bahnhof Riazzino ist in seiner Dimension sehr bescheiden. Das Verlegen des Bahnhofs in das Siedlungsentwicklungsgebiet mit dem gleichzeitigen Ausbau der Wege für den Langsamverkehr zeugt jedoch von Mut und Weitsicht.



