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Marie-Thérèse Porchet, Kabarettistin
«Aktzentfreies Schwyzerdütsch»
Marie-Thérèse Porchet, Kabarettistin
Sie haben gerade Ihre grosse Schweiz-Tournee mit dem Circus Knie beendet. Was brachten Sie von dieser Reise nach Hause?
Viel Freude, die ich mit allen meinen Mitbürgern über alle Sprachbarrieren hinweg teilen durfte.
Wie reagierte das Deutschschweizer Publikum?
Sehr gut. Um jegliche Probleme und Kritik zu vermeiden, habe ich darauf geachtet, ein akzentfreies Schwyzerdütsch zu sprechen. Ich habe heute noch Halsschmerzen!
Hat sich Ihre Nachbarin Jacqueline während der langen Abwesenheit nicht gelangweilt?
Jacqueline hat mich natürlich begleitet, wo denken Sie hin?! Irgendjemand muss in meinem Wohnwagen ja das Bett machen, die Böden schrubben und das Geschirr abwaschen.
Sind Sie als Einwohnerin von Gland manchmal auch mit Zug und Bus unterwegs?
Ich nehme regelmässig den Bus, wenn ich für meine Badekur nach Leukerbad fahre. Und ich kann Ihnen sagen, eine Busfahrt ist Gedächtnistraining pur: In den Kurven erinnert man sich wieder ganz genau, was man zu Mittag gegessen hat.
Was bedeutet das Postauto für Sie?
Das Postauto ist ein bisschen wie der Circus Knie: eine nationale Institution, die alle Schweizer kennen und die überallhin fährt. Sogar in die primitivsten Ecken der Deutschschweiz, wenn Sie mir diesen Pleonasmus erlauben!
Und haben Sie schon neue Projekte?
Nach der achtmonatigen Tournee mit zehn Auftritten pro Woche gönne ich mir ein paar Tage Ferien in der Sonne. Um die Sicherheit der Paparazzi nicht zu gefährden, verrate ich Ihnen lieber nicht, wohin die Reise geht. Das letzte Mal, als Jacqueline oben ohne am Strand lag, fiel einer von ihnen vom Baum!
Marie-Thérèse Porchet, geboren vor ungefähr 50 Jahren, lebt in Gland (VD). Sie ist eine Figur des Genfer Kabarettisten Joseph Gorgoni. Kürzlich wurde in Gland ein Platz nach Marie-Thérèse benannt. Der imaginären Nachbarin von Marie-Thérèse, Jacqueline, kam diese Ehre noch nicht zuteil.



