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Gratwanderung mit Landpartie
Der Üetliberg ist Zürichs Hausberg – und Startpunkt für eine Gratwanderung, die mit einer Landpartie im Säuliamt (ZH) endet.
Bei bis zu 10000 Menschen pro Quadratkilometer kann es in Zürich schon mal eng werden. Dann ist es Zeit für eine Landpartie. Oder eine Gratwanderung? Beides!
Allerdings muss sich der Ruhesuchende gedulden. An schönen Wochenenden bringt die Bahn hier Touristen gleich im Hunderterpack auf den Üetliberg hinauf. Umso erstaunlicher, wie rasch sich die Menge auflöst, wenn statt Kaffeeklatsch eine Gratwanderung über die Albiskette angesagt ist. Alpinisten mögen beim Begriff «Gratwanderung» die Nase rümpfen und sich über die Kampfmasse des Üetlibergs (869 m ü. M.) lustig machen. Doch das ist ja das Besondere: ein völlig unalpiner Grat, der an Wiesen, Weizenfeldern und Wäldern vorbeiführt und trotzdem spektakuläre Aussichten bietet. Auf der einen Seite der Blick auf Zürich en miniature, den See und die Glarneralpen, auf der anderen Seite das Reusstal und der Alpenkranz. Wie gut es tut, über den Tellerrand der hektischen Grossstadt zu schauen!
Fehlt nur noch eine kleine Abkühlung. Links oder rechts? Zürichsee oder Türlersee? Die Wahl fällt nicht schwer: Kurz nach der Buchenegg zweigt ein Wanderweg Richtung Chloster ab. Langsam lichtet sich der Wald, bis in der Abendsonne die Ziegeldächer von Aeugstertal und der Türlersee aufblitzen. Nach dem Sprung in den Türlersee macht sich Hunger breit. Den Schlusspunkt der Landpartie soll das Restaurant «Pöschtli» in Aeugstertal setzen. Unter der weinbewachsenen Pergola lehnt eine alte Rivellatafel, die einen «Pöschtli-Apéro» anpreist: Prosecco mit Likör aus Früchten und Beeren aus dem Pöschtligarten. Erfrischend! Weiter geht’s mit einem knackigen Saisonsalat und der weit herum berühmten Rösti – für Fleischliebhaber mit einer deftigen Säuliämtlerwurst. So rückt die Stadt in weite Ferne. Doch wie findet man aus diesem Idyll zurück? Mit dem Postauto, das Städter stündlich und fast bis Mitternacht zurück nach Zürich, Triemli fährt.



